TSV HAUNSTETTEN BERICHTE
Weibliche C-Jugend in der Landesliga
  von Gabi Irmler  
 
  Gerade noch mal gut gegangen! Das war der Gedanke aller, die beim Qualifikationsturnier der weiblichen C-Jugend in Simbach dabei waren.
Dabei war das Wochenende so gut angelaufen. Schon am Samstag fuhren wir los ins knapp
200 km entfernte Simbach, um am Sonntag gut vorbereitet ins Turnier zu starten. Doch anscheinend waren die Mädels zu gut ausgeschlafen. Beim ersten Spiel gegen die körperlich überlegenden Pullacher kamen sie nur schwer ins Spiel. Vor allem die große Kreisspielerin der Münchnerinnen stellte in Hälfte eins ein unlösbares Problem dar. In der zweiten Halbzeit bekam die Abwehr den Kreis besser in den Griff, aber zu viele 100%ige Torchancen wurden ausgelassen, um sich abzusetzen. Zum Schluss stand ein 14:14-Remis.
Nach diesem Spiel waren unsere Mädchen komplett von der Rolle, obwohl noch nichts verloren war. Gegen Simbach, die sich für die Bayernliga qualifizieren konnten, standen sie mit hängenden Köpfen auf dem Feld und manche fanden ihren Siegeswillen zu spät. So war es kein Wunder, dass das Spiel mit 14:10 verloren ging. Natürlich kam es jetzt auf das letzte Spiel gegen Ismanig 2 an - Landesliga oder BOL. Teilweise übermotiviert und hektisch agierten unsere Mädchen, kein Spielfluss kam auf und so war es nicht verwunderlich, dass man zur Halbzeit 11:5 im Hintertreffen lag, doch im Handball ist fast alles möglich, sagt man. Knappe 5 Minuten vor Ende stellte Trainerin Marina Kubitza die Abwehr auf Manndeckung um. Diese Variante gefiel den „Isis 2“ gar nicht und Haunstetten holte Tor um Tor auf. Leider dezimierten zwei unnötige Zeitstrafen unsere C und somit musste man eine 12:11-Niederlage hinnehmen. Vollkommen geknickt und in Tränen aufgelöst mussten jetzt Trainer und Eltern, die fast alle ihre Kinder nach Simbach begleitet hatten, Aufbauarbeit leisten, denn nun ging es ins 7-m-Werfen gegen die punktgleiche Pullacher Mannschaft. Ein Psycho-Thriller ist eine Komödie dagegen. Jede Mannschaft stellt 5 Werferinnen, das Ergebnis lautete letztendlich 3:2 für Haunstetten, wobei Freija Miller sage und schreibe drei 7-m hielt! Vanessa Eder, Sarah Irmler und Ricarda Vins trafen für uns, wobei vor allem Rici die besten Nerven hatte und den letzten Strafwurf beim Stand von 2:2 im Tor unterbrachte. Im Großen und Ganzen hatten wir wirklich Glück und die Freude bei allen war natürlich riesengroß. Schmerzlich vermisst wurde die erkrankte Daniela Knöpfle.
Einzig unschöne Szene im ganzen Turnier war, dass die Trainerin von Ismaning 2, Renate Nagel, während der Partie Haunstetten – Ismaning 2 eine Spielerin von uns verbal massiv beleidigt und bedroht hat. Das Mädchen war psychisch total am Ende und da muss ich mich als ehemaliger Jugendtrainer fragen, hat man so etwas als Erwachsener wirklich nötig?
Fazit: trotz alledem ein tolles Wochenende, das ein Happy End verdient hat!
 
 
 
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